Das Thaiändische Neujahrsfest vom 13.April bis zum 15 April 2553 (2010) ist für die Thais so wichtig wie für uns Weihnachten und Neujahr zusammen. Der ursprüngliche religiöse Hintergrund wird aber immer mehr zu einem sehr nassen Spaßprogramm und so wird die dreitägige Feier einfach Wasserfest genannt.
Die Wasserschlachten haben ihren Ursprung in rituellen Waschungen. Früher und auch noch heute erwiesen junge Menschen älteren Menschen Respekt, indem sie deren Hände mit Wasser übergiessen. Am Morgen des ersten Tages findet sich die ganze Familie in den Tempeln ein, um verschiedene Gaben zu opfern. Danach beginnt die rituelle Waschung der Buddhastatuen in den Tempeln und Häusern mit Jasminwasser.
Die rituellen Waschungen haben sich im Laufe der Jahre dahingehend entwickelt, dass zu Songkran sich alle Leute gegenseitig mit Wasser übergießen. Dieser Brauch, der bereits vor dem eigentlichen Fest beginnt und auch daüber hinausgeht, wird vor allem in größeren Städten exzessiv betrieben. Es entstehen auf den Straßen spontan regelrechte Umzüge von offenen Wagen, auf denen die Feiernden gefüllte Wassertonnen (häufig auch mit Eisblöcken) transportieren, um Wasserpistolen, Eimer und Flaschen immer wieder nachzufüllen. Außerdem wird man mit (Baby-)Puder bestäubt oder damit im Gesicht bemalt.
Überall liefert man sich wahre Wasserschlachten, hierbei wird keinerlei Rücksicht auf etwaige Touristen genommen, ganz im Gegenteil. Es ist mehr oder weniger unmöglich, auch nur 500 Meter auf einer Straße zu gehen, ohne nass zu werden. Wer ungeschützt über die Straße fährt, fängt sich alle paar Meter einen Klatscher Wasser und manchmal eine Handvoll Babypuder ein. Am besten ist es, sich selbst zu den Wasserwerfern zu gesellen, und dann geht der Spaß erst richtig los.
Bild: apes_abroad


