| 29. September 2009
Koh Wuatalab:
Dies ist einer der berühmtesten Aussichtspunkte Thailands. Der Pfad hinauf startet rund hundert Meter nach dem Strand auf der linken Seite des Geländes der Nationalparkverwaltung. Es sind 222 Höhenmeter auf einem, mit einem Seil gesicherten (Vorsicht!), Weg zu erklimmen.Empfohlen sei festes Schuhwerk und genügend Wasser mitzunehmen. Für Leute die das laufen auf schwierigem Terrain in Flipflops gewohnt sind ist der Weg auch kein Problem, nur barfuss wird man auf dem letzten Viertel des Weges wegen der sehr scharfkantigen Felsen an seine Grenzen stoßen.
Wenn man den Aufstieg am frühen Morgen, vor Ankunft der Tagesausflugsboote beginnt wird man mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die, auf Wua Talab heimischen, Dusky Langurs treffen. Eine sehr schöne Affenart die auch nicht durch unbedachten Tourismus verdorben ist. Die Erwachsenen halten immer eine gewisse Distanz, den Jungen kann man aber mit etwas Geduld ziemlich Nahe kommen. Das Füttern ist unter Androhung einer Geldstrafe verboten was auch glücklicherweise von den allermeisten Besuchern ernst genommen wird.
Im Zentrum des unteren Teils der Höhle steht ein 6 Meter hoher Stalagmit der sich dort wohl in abertausenden von Jahren gebildet hat. Die von der Decke hängenden Stalagtiten sind durch das zur Photosynthese benotigte Sonnenlicht teilweise mit grünem Moos überzogen was einen sehr aussergewöhnlichen Anblick bietet.
Wer genügend Zeit mitbringt kann dann die weniger bekannten Teile der Höhle erkunden. Am oberen rechten Rand der dort scheinbar endenden Höhle befindet sich ein dunklerer Teil in den man problemlos hineinklettern kann und der einige interessante Tropfsteinformationen beherbergt.
Dieser wird von den Thais schon der "geheime" Teil der Höhle genannt. Von dort aus kann man noch rund 100 Meter höher klettern um den wirklichen oberen Teil der Höhle zu erreichen. Dieser ist vom vermeintlichen oberen Teil der Höhle nicht sichtbar und wird nur seltenst betreten. Dort sind die schönsten Tropfsteinformationen der ganzen Höhle zu finden.
Koh Mae Koh:
Auf Koh Mae Koh befindet sich der "Innere See", der das, auf Koh Phi Phi verfilmte Buch, "The Beach" inspirierte. Vom Strand führt ein gut ausgebauter Weg mit vielen Treppen zu Aussichtspunkten auf den See. Vom Höchsten aus kann man auch die umgebende See sehen.Der See selbst hat eine Fläche von rund 250 x 350 Metern und ist 7 Meter tief. Er befindet sich auf der selben Höhe wie der Golf, mit dem er durch einen unterirdischen Tunnel, auf der Ostseite, verbunden ist.
Die deutlich unterschiedliche Farbe gründet sich auf den Untergrund, der aus Sand besteht. Die beste Zeit für den Besuch dieser Attraktion ist, wegen der Tagesausflugsboote, vor 10:00 Uhr und nach 16:00 Uhr.
Koh Samsao:
Die natürliche Brücke selbst ist zwar nicht sonderlich beeindruckend- mit ihrer Höhe von rund 3 Metern nimmt sie sich etwas mickrig im vergleich zu ihren Brüdern in Tonga aus, die eine Höhe von 60 Metern erreichen -aber das ganze Ensemble mit Strand und den umliegenden Felsen ist durchaus sehenswert. Besonders schön ist auch der Blick vom Strand in Richtung Brücke, genau die entgegengesetzte Richtung in der das gezeigte Bild aufgenommen wurde.
Koh Taiplao und die nördlichen kleinen Inseln:
Die nördlichsten Inseln des offiziellen Nationalparks haben einiges zu bieten. Steil aufragende, zerklüftete Felsen bei denen man schon unter gesteigerter Phantasielosigkeit leiden muss um sich nicht ständig von Gesichtern und Fabelwesen umgeben zu fühlen.Eine davon, die Nordöstlichste, sieht nur von aussen wie eine Insel aus. In Wirklichkeit ist sie eher eine ovale Wand in der sich wiederrum ein innerer See/Pool befindet. Erreichbar ist dieser durch einen schmalen Spalt auf der Ostseite mit dem Kajak, bei halb aufgelaufenem Hochwasser sogar mit einem Schlauchboot, oder eben schwimmend.
Der Boden ist hauptsächlich mit Weichkorallen bedeckt. Schräg gegenüber dem Eingang besteht der Boden aus feinem Sand, so dass der schwimmende Besucher auch stehen kann ohne etwas zu beschädigen. Dort befindet sich auch ein höhlenartiger Tunnel durch den man nach oben klettern kann um die Sicht von oben auf den Pool geniessen zu können.
Koh Rok und Koh Ngam
Auf Koh Rok gibt es einen Tunnel, durch den man von einer Seite der Insel auf die Andere gelangen kann. Besonders schön ist Dieser wenn die Sichtweiten unter Wasser passabel sind und man die Gorgonienfächerkorallen die dort stehen sehen kann. Selbiges gilt fuer die Ankunft auf der SW-Seite. Dort ist ein intakter Korallengarten und mit etwas Glück wartet dort ein kleiner Schwarzspitzenriffhai. Neben diesem Tunnel ist ein ganzes Tunnelsystem zu finden, das aber nur bei Niedrigwasser zugänglich ist. Dort kann man eigentlich immer ein bis zwei Pärchen Kaurimuscheln finden. Anmerkung: Das Mitnehmen solcher Funde ist verboten!Koh Ngam hat eine Höhle zu bieten in die man problemlos mit dem Schlauchboot hineinfahren kann. Die Leinen, die von der Decke hängen, zeugen davon, dass dieser Platz als Ruheplatz von den lokalen Longtailfahrern genutzt wird. Von dort kann man dann in den trockenen Teil der Höhle klettern, in dem man einen gesegneten Schrein mit Phallussymbolen, die von thailändischen Seefahrern als Glückssymbol verehrt werden, vorfindet. Weiter oben öffnet sich die Höhle ca. 4-5 Meter über der Wasseroberfläche wieder nach aussen. Das lädt zum Klippenspringen ein, zumal die Wassertiefe vor der Öffnung 3 Meter beträgt.
Für den Besuch kann man sich nach der Tide richten - keine dieser Attraktionen wird von den Tagesausflugsbooten angefahren.
Bilder und Text Basiert auf der Arbeit von Christopher Kern, Alfred Birnecker und Philipp Sch., Wikitravel-Benutzer Geisterfahrer, DorganBot, Walloac und Atlas und Anonyme(r) Benutzer auf Wikitravel.

This work is licensed under a Creative Commons Attribution-Share Alike 1.0 Generic License.



Koh Samui Sehenswürdigkeiten





